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Hingehen und Anschauen. Kunstausstellungen.

Zeichnungen von Auerbach und Freud im Städel : Bis die Masken vor Erschöpfung fallen

Die rastlose Suche, das Nie-zufrieden-Sein, trifft somit auch und gerade auf ihre Selbstbildnisse zu. Eine dieser skrupulösen Selbstbefragungen, 2017 entstanden und jüngst vom Städelschen Museums-Verein erworben, war die Initialzündung für die Ausstellung.

Die Köpfe und Gesichter, im Grunde alle Bilder, lassen sich keinem Stil zuordnen; sie sind zwar pure Expression, aber ohne die dem Expressionismus meist eigene Getriebenheit; anders als etwa die Brücke-Künstler mit ihren in fiebriger Hast und bewusst besinnungslos hingeworfenen Porträts entstehen die Bildnisse Auerbachs und Freuds oft über Wochen, manchmal über Jahre hinweg. Und selbst Julia, seine Frau und ebenfalls Künstlerin, die ihm mit schier unglaublicher Geduld seit 1956 Modell sitzt, vermag er immer wieder neue „Seiten“ abzugewinnen: In „Julia asleep“ aus dem Jahr 2001 fängt er ihren weggenickten Kopf von oben und hinten derart verfremdet ein, dass es geraume Zeit benötigt, bis der Betrachter die fast abstrakt gegebenen Gesichtspartien wie Nase und Mund über dem Haarschopf als unterem Sockel überhaupt zu einem menschlichen Kopf zusammensetzen kann.

Selten schön sind zwei Geburtstagskarten, präsentiert am Ende der Schau. Sie zeigen, dass es bis zum Tod von Freud eine echte Freundschaft zweier Künstler war, die Kunstgeschichte geschrieben haben, die sich gegenseitig sammelten, auf deren unbestechliches Urteil bei der Endabnahme der jeweils andere hoffte und auch vertrauen konnte. Auf Fotografien, etwa im Café nebeneinander sitzend, erinnern die beiden an Wladimir und Estragon aus Samuel Becketts „Warten auf Godot“. Und so erscheint auch das zermarternde Auf-Zeit-Spielen ihrer Kunst, je länger man sich darin vertieft, als ein einziges langes Warten auf Erlösung durch beharrliche Erinnerung.

Den ganzen Artikel lesen unter: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst/auerbach-und-freud-im-frankfurter-staedel-museum-15617013-p2.html

 

 

 

https://proxy.duckduckgo.com/iu/?u=http%3A%2F%2Fartasiapacific.com%2Fimage_columns%2F0021%2F6642%2F4._hb10_346.jpg%3F1484630113&f=1

 

 

Die Ausstellung soll im Anschluss auch durch Europa touren!

 

 

 

Hier ein paar Fotos aus dem Shooting das ich für Barbara von der Performance gemacht habe. Sie geben einen Eindruck von der Atmosphäre des Stückes.

 

 

 http://static1.squarespace.com/static/51d57c0ce4b097d8da5877d3/t/5a1d96ad652dea2e1acfbe57/1525095690551/?format=750w

 Gesine Englert
Neue Arbeiten 2017|18

Vernissage

18. Mai 2018 . 19 h

 

Vom 08. bis zum 28. April stellt der Hamburger Künstler Rudi Kargus bereits zum vierten Mal bei Feinkunst Krüger aus.

Zur Ausstellung erscheint eine Broschüre.

Text: Jens Hasenberg

Kollaps der Moderne. In Gedanken und in Farbe. Die Malerei von Rudi Kargus.

Was gibt es zu sehen?

Die Landschaft. Spröde, wuchernd mit teils grotesken Auswüchsen. Entropie pur. Es ist als würde einem der Waldpilz die Gehwegplatte vor den Füßen wegsprengen. Auf dem schmalen Grad zwischen Abbildung und Selbstbehauptung weicht die Malerei einer klaren Zuordnung aus. Eben noch Narration und Beschreibung, entlässt der Duktus die Farbe in ihre Reflexionen über sich selbst. Das ist verwirrend und kontemplativ zugleich. Eine romantische Malerei die sich ihrer Illusion bewusst ist.

Die Architektur. „form follows function“. Das Credo der Moderne. Bei Kargus Konstruktion ohne Funktion. Ein entkernter Mies van der Rohe hier, ein dekonstruierter Trümmerhaufen dort. Später auch eine, in ihrer Selbstbezüglichkeit erstarrte, futuristische Architektur der Nachkriegsmoderne. Ein nacktes Gestell, das sich in seiner selbstbewussten Schönheit den Wucherungen der Natur überlässt. Unbewohnbar gemacht,  entbunden von jeder Ökonomie und Nützlichkeit, wieder Teil eines Ganzen. Bereit für die ganze Welt. Kann man auch als Gegenentwurf zu Facebook sehen. Die Menschen. Sie probieren sich aus. Mal als Groteske, noch gefangen in ihren alten Gewohnheiten, tun sich in Gruppen zusammen und fahren zum anderen Ufer. Auf einem anderen Bild ein Mann, in kindlicher Regression, verspielt auf einem Schutthaufen sitzend, sich als „easy rider“ inszenierend. Dann wieder selbstvergessen tänzelnd mit einem abstrakten Farbwulst auf Arm und Schulter. Einem Falkner gleich. Alles wirkt improvisiert, im Aufbau befindlich, selbstvergessen. Auffallend ist, dass sich keine Frauen in den Szenen befinden, aber vielleicht ist das auch nur unisex. Würde passen.

Eine Antwort gibt vielleicht ein anderes Bild. Es zeigt einen Mann, dem wir über die Schulter schauen, geschützt durch eine riesige Mauer, dahinter abstrakte Formen, die sich scheinbar gerade zu konkretisieren versuchen. Er schaut entspannt zu, neben ihm eine Art Kranich in einer Öllache. Die Rolle des distanzierten Beobachters wird ad absurdum geführt durch die Mauer, die keinen Meter links von ihm plötzlich abbricht. Er steht also eigentlich schutzlos mitten im Geschehen. Wie verhält sich die Realität zu ihrer Abstraktion, könnte man fragen. Wenn das kein Gleichnis für die Malerei und den Künstler Rudi Kargus ist…

 

 

 

 

 

The show opens in 1963 at the height of the Civil Rights movement and its dreams of integration. In its wake emerged more militant calls for Black Power: a rallying cry for African American pride, autonomy and solidarity, drawing inspiration from newly independent African nations.Artists responded to these times by provoking, confronting, and confounding expectations. Their momentum makes for an electrifying visual journey. Vibrant paintings, powerful murals, collage, photography, revolutionary clothing designs and sculptures made with Black hair, melted records, and tights – the variety of artworks reflects the many viewpoints of artists and collectives at work during these explosive times.Some engage with legendary figures from the period, with paintings in homage to political leaders Martin Luther King, Malcolm X and Angela Davis, musician John Coltrane and sporting hero Jack Johnson. Muhammad Ali appears in Andy Warhol’s famous painting.This landmark exhibition is a rare opportunity to see era-defining artworks that changed the face of art in America.