Uncategorized

Hingehen und Anschauen. Kunstausstellungen.

Museum Brandhorst München

CY TWOMBLY: IN THE STUDIO

Das Museum Brandhorst beherbergt die weltweit größte Sammlung zur Kunst Cy Twomblys. Allein das ist einen Besuch wert. In seiner Kunst gilt Twombly als geheimnisvoll und schwer verständlich, dass liegt nicht nur daran das er gerne mythische Erzählungen zum Ausgangspunkt seiner Arbeit macht. Was weniger bekannt ist,  Twombly hat während seiner Militärzeit in der Armee als Kryptograph gearbeitet. Die Faszination für Dekodierung und Enkodierung hat sein Verhältnis zur Sprache ein Leben lang geprägt und entscheidend verändert, wie er selbst einmal angemerkt hat. Hinzu kommt seine nicht offen gelebte Homosexualität die in den verklemmten 50er Jahren sicher auch zu einem weiteren Interesse an der Ver-und Entschlüsselung von Zeichen beigetragen hat. Das eröffnet eine weitere Perspektive auf die Kunst Cy Twomblys die, wie ich finde, seiner Arbeitsweise noch einmal einen interessanten Aspekt abgewinnt.

Mit mehr als 200 Werken – Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen und Fotografien – aus unterschiedlichen Schaffensperioden bietet die Sammlung Brandhorst einen einzigartigen Überblick über die künstlerische Entwicklung Cy Twomblys. Die retrospektive Auswahl spannt einen Bogen von den frühen 1950er -Jahren bis hin zu einem Bild aus Twomblys allerletzter Werkserie, die er 2011  kurz vor seinem Tod fertiggestellt hat. Der 1928 in Lexington, Virginia, geborene Cy Twombly ist einer der einflussreichsten Künstler der Gegenwart. Ausgehend vom Abstrakten Expressionismus entwickelte er einen eigenwilligen gestischen Stil mit schriftartigen, „linkischen“ Zeichen, die er auf  großformatigen Leinwänden ins Monumentale steigert. Kein anderer Künstler des 20. Jahrhunderts hat sich dabei so bedingungslos auf den „Nullpunkt“ der modernen Kunst eingelassen wie Twombly. Schreibübungen von Kindern, gedankenverlorenes Gekritzel und Graffitis auf Hauswänden dienen ihm als zeitgenössische Ausgangspunkte, um den Erfahrungsgehalt mythischer Erzählungen zu aktualisieren und einen Bogen zu den großen Themen der mediterranen Kulturgeschichte zu spannen. In seinen letzten Lebensjahren hat Twombly ein beeindruckendes Spätwerk geschaffen, das an den malerischen Reichtum der späten Schaffensjahre von William
Turner und Claude Monet erinnert. Twombly hat dem jeweiligen Ort, an dem seine Werke entstanden sind, Zeit seines Lebens eine zentrale Bedeutung beigemessen. Insbesondere in seinen Fotografien finden sich zahlreiche Hinweise auf Situationen und Gegenstände – Zitronen aus seinem Garten, Blumenarrangements und Schnappschüsse von Flohmärkten und Geschäftsauslagen –, die seine Gemälde inspiriert haben. Die Zusammenschau der verschiedenen Medien, in denen Twombly seit seiner Studienzeit am Black Mountain College gearbeitet hat, vermag dabei überraschende Konstellationen ans Licht zu bringen.
Pressetext

 

Hamburg Deichtorhallen

22. JUNI BIS 23. SEPTEMBER
HALLE FÜR AKTUELLE KUNST.

CHARLINE VON HEYL
SNAKE EYES

Charline von Heyl im Gespräch mit Fabrice Hergott (Direktor, Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris)
Freitag, 14. Septembe 2018, 19 Uhr
Foyer in der Halle für aktuelle Kunst

 

Charline von Heyl, Christopher Wool
Zufälle gibt`s…, CHARLINE VON HEYL ist seit 1997 mit CHRISTOPHER WOOL verheiratet, und der malt auch, und das sehr erfolgreich seit den frühen 1980er Jahren. Hier ein paar Beispiele.

ASGER JORN
WITHOUT BOUNDARIES

Parallel zur Charline von Heyl-Ausstellung findet eine Schau mit Werken von Asger Jorn statt.
„Jorn ist für Heyls Generation von Künstlern eine wichtige Inspirationsquelle und das Oeuvre beider Künstler weist formale Parallelen auf“, schreibt die Deichtorhalle auf ihrer Website. Auf die Idee muß man erst einmal kommen. Hier sind sie plötzlich die „formalen Parallelen“, die man bei von Heyl anscheinend sonst nirgendwo finden kann. Asger Jorn kann sich ja nicht mehr wehren, der gesunde Kunstverstand schon.
Unbedingt anschauen.

 

Wenn man nach einem Künstler sucht für den Asger Jorn und sicher auch Cy Twombly eine Inspirationsquelle darstellte, wird man wohl eher hier fündig.

SOUNDTRACK
https://soundcloud.com/schirn-kunsthalle/basquiat-boom-for-real-the-soundtrack
Während die Stars im Studio 54 mit Glit­zer und Glamour zu Disco Musik tanz­ten, feierte die Under­ground Szene Lower Manhat­tans im Mudd Club zu den Klän­gen von Punk, Post-Punk und New Wave. So auch Jean-Michel Basquiat, der selbst regel­mä­ßig im Mudd Club als DJ auflegte oder mit seiner Band Gray als Klari­net­tist auftrat. Der SCHIRN Sound­track fängt die Stim­mung dieser Zeit ein. Er reicht von Disco und Hip Hop über Punk, Post-Punk und Pop bis hin zu Jazz und New Wave – Musik, die Anfang der 1980er in New York gehört und auch produ­ziert wurde.

 

 

Zeichnungen von Auerbach und Freud im Städel

Ein nicht zu unterschätzender Aspekt. In den Zeichnungen der Künstler lassen sich sehr viel besser Motivation und Inspiration für ihre Malerei ablesen, als dass dies bei der bloßen Betrachtung der Malerei der Fall ist. Freud überrascht dabei weniger aber Auerbach eröffnet interessante neue Einblicke auf die Intention seiner Malerei. Spannend.

 

Frank Auerbach und Lucian Freud. Gesichter

Die Ausstellung im Städel beginnt mit zwei Selbstbildnissen der Künstler: einer Grafitzeichnung mit abstrahierenden, energisch bewegten Strichen von Frank Auerbach („Self-Portrait“, 2017) und einer Radierung mit konkret und nahezu malerisch beschreibenden Linien von Lucian Freud („Self-Portrait: Reflection“, 1996). Beiden Bildnissen ist eine ähnlich intensive psychische Aufladung eigen. Sie sind formal sowie in der kritischen und unsentimentalen Selbstreflexion typisch für das Œuvre beider Künstler. Vor allem Bildnisse entstanden ab den 1940er und 1950er Jahren in Auerbachs und Freuds Londoner Ateliers, zunächst in Öl, später auch in der Technik der Radierung. Die in der Ausstellung gezeigten Druckgrafiken umreißen dieses Schaffen ab den späten 1970er Jahren exemplarisch. Dennoch sind beide Künstler keine klassischen Porträtisten: Aufträge sind im Bereich der Druckgrafik selten, und repräsentative Bildnisse sucht man vergebens. Den britischen Politiker Lord Arnold Goodman zeigt Freud mit wirrem Haar im gelben Schlafanzug („Lord Goodman in His Yellow Pyjamas“, 1987). Auerbach und Freud geht es nicht um die öffentliche Person mit ihrer spezifischen Biografie, sondern um den Menschen in seiner physischen und psychischen Ganzheit, um seine Präsenz und seine Kreatürlichkeit. Deshalb zeigt Freud seine Modelle auch meist nackt und unverstellt. Gleichzeitig erklärt dies das Motiv des Schlafes oder des Einschlafens in Auerbachs und Freuds Schaffen: Denn je müder die Modelle werden, desto deutlicher kommt ihr wahres Gesicht zum Vorschein. Eine gegenseitige Vertrautheit von Künstler und Modell ist dennoch unentbehrlich. Auerbach und Freud wählten ihre Modelle daher stets aus einem sehr engen Personenkreis: Freud saßen immer wieder seine Kinder Modell. Seine Mutter porträtierte er ab den 1970er Jahren in über eintausend Sitzungen. Daneben entstanden Bildnisse von Personen, die den Künstler inspirierten, wie dem Performancekünstler Leigh Bowery („Large Head“, 1993 → EXTRAVAGANZA – Staging Leigh Bowery) oder der Arbeitsvermittlerin Sue Tilley („Woman with an Arm Tattoo“, 1996). Bei Auerbach verhält es sich ähnlich: Die Malerin Julia Wolstenholme sitzt für ihren Ehemann seit 1958 Modell („Julia“, 1981, 1998, 2001). Wiederholt porträtierte Auerbach zudem seinen Sohn Jake (1990, 2006), verschiedene Künstlerkollegen und Freunde.

Biografisches

Auerbach und Freud verbindet das tragische Schicksal, als Kinder jüdischer Familien in den 1930er-Jahren aus Deutschland geflüchtet beziehungsweise emigriert zu sein. Die britische Staatsbürgerschaft nahm Freud 1939, Auerbach 1947 an. Begegnet waren sie einander vermutlich erstmals 1956, in Auerbachs erster Ausstellung in London – ein Kunsterlebnis, das bei Freud großen Eindruck hinterließ. Überhaupt verband beide Künstler zunächst eine tiefe Wertschätzung für die Kunst des jeweils anderen. Freud bat gegen Ende des Werkprozesses nicht selten Auerbach um seine Meinung; sie arbeiteten auch für ihre Radierungen meist mit denselben Druckern zusammen, und sie porträtierten einander. Über Jahre baute Freud zudem eine der größten Privatsammlungen mit Werken Auerbachs auf. Nach seinem Tod wurde diese Sammlung dem britischen Staat gestiftet und auf verschiedene Museen verteilt. Zwei Zeichnungen daraus, heute im Fitzwilliam Museum in Cambridge, sind als Dokument dieses engen künstlerischen Austausches nun erstmals in Deutschland zu sehen. Auerbach wiederum schenkte neun seiner Radierungen von Freud 2012 dem Courtauld Institute in London; eine weitere Radierung, „Ib“ von 1982, die sich bis heute im Besitz Auerbachs befindet, wird ebenfalls in der Ausstellung gezeigt. Die Biografie beider Künstler wird dem Betrachter – zusammen mit den angewandten Drucktechniken – im letzten Raum der Ausstellung erschlossen.

(Quelle: Pressetext)

 

Ausstellung zu den Anfängen der Kunst von Richard Diebenkorn. Sehr anschaulich und nachzuvollziehbar geschildert, der Weg von der Abstraktion zur Figuration und wieder zurück. Die Ausstellung soll im Anschluss auch durch Europa touren!

 

 

ART BASEL. Anstrengend aber interessant.

 

 

 http://static1.squarespace.com/static/51d57c0ce4b097d8da5877d3/t/5a1d96ad652dea2e1acfbe57/1525095690551/?format=750w

 Gesine Englert
Neue Arbeiten 2017|18

Vernissage

18. Mai 2018 . 19 h

 

Vom 08. bis zum 28. April stellt der Hamburger Künstler Rudi Kargus bereits zum vierten Mal bei Feinkunst Krüger aus.

Zur Ausstellung erscheint eine Broschüre mit einem Text von mir.

Kollaps der Moderne. In Gedanken und in Farbe. Die Malerei von Rudi Kargus.
Was gibt es zu sehen?
Die Landschaft. Spröde, wuchernd mit teils grotesken Auswüchsen. Entropie pur. Es ist als würde einem der Waldpilz die Gehwegplatte vor den Füßen wegsprengen. Auf dem schmalen Grad zwischen Abbildung und Selbstbehauptung weicht die Malerei einer klaren Zuordnung aus. Eben noch Narration und Beschreibung, entlässt der Duktus die Farbe in ihre Reflexionen über sich selbst. Das ist verwirrend und kontemplativ zugleich. Eine romantische Malerei die sich ihrer Illusion bewusst ist.
Die Architektur. „form follows function“. Das Credo der Moderne. Bei Kargus Konstruktion ohne Funktion. Ein entkernter Mies van der Rohe hier, ein dekonstruierter Trümmerhaufen dort. Später auch eine, in ihrer Selbstbezüglichkeit erstarrte, futuristische Architektur der Nachkriegsmoderne. Ein nacktes Gestell, das sich in seiner selbstbewussten Schönheit den Wucherungen der Natur überlässt. Unbewohnbar gemacht,  entbunden von jeder Ökonomie und Nützlichkeit, wieder Teil eines Ganzen. Bereit für die ganze Welt. Kann man auch als Gegenentwurf zu Facebook sehen. Die Menschen. Sie probieren sich aus. Mal als Groteske, noch gefangen in ihren alten Gewohnheiten, tun sich in Gruppen zusammen und fahren zum anderen Ufer. Auf einem anderen Bild ein Mann, in kindlicher Regression, verspielt auf einem Schutthaufen sitzend, sich als „easy rider“ inszenierend. Dann wieder selbstvergessen tänzelnd mit einem abstrakten Farbwulst auf Arm und Schulter. Einem Falkner gleich. Alles wirkt improvisiert, im Aufbau befindlich, selbstvergessen. Auffallend ist, dass sich keine Frauen in den Szenen befinden, aber vielleicht ist das auch nur unisex. Würde passen.
Eine Antwort gibt vielleicht ein anderes Bild. Es zeigt einen Mann, dem wir über die Schulter schauen, geschützt durch eine riesige Mauer, dahinter abstrakte Formen, die sich scheinbar gerade zu konkretisieren versuchen. Er schaut entspannt zu, neben ihm eine Art Kranich in einer Öllache. Die Rolle des distanzierten Beobachters wird ad absurdum geführt durch die Mauer, die keinen Meter links von ihm plötzlich abbricht. Er steht also eigentlich schutzlos mitten im Geschehen. Wie verhält sich die Realität zu ihrer Abstraktion, könnte man fragen. Wenn das kein Gleichnis für die Malerei und den Künstler Rudi Kargus ist…
Text: Jens Hasenberg

 

 

https://proxy.duckduckgo.com/iu/?u=http%3A%2F%2Fartasiapacific.com%2Fimage_columns%2F0021%2F6642%2F4._hb10_346.jpg%3F1484630113&f=1

 

 

The show opens in 1963 at the height of the Civil Rights movement and its dreams of integration. In its wake emerged more militant calls for Black Power: a rallying cry for African American pride, autonomy and solidarity, drawing inspiration from newly independent African nations.Artists responded to these times by provoking, confronting, and confounding expectations. Their momentum makes for an electrifying visual journey. Vibrant paintings, powerful murals, collage, photography, revolutionary clothing designs and sculptures made with Black hair, melted records, and tights – the variety of artworks reflects the many viewpoints of artists and collectives at work during these explosive times.Some engage with legendary figures from the period, with paintings in homage to political leaders Martin Luther King, Malcolm X and Angela Davis, musician John Coltrane and sporting hero Jack Johnson. Muhammad Ali appears in Andy Warhol’s famous painting.This landmark exhibition is a rare opportunity to see era-defining artworks that changed the face of art in America.