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Künstler in Wort und Bild.

 

Kunst ist seit Langem zur Ware geworden. Inszeniert als großes Spektakel werden Werke von Jean-Michel Basquiat oder Gerhard Richter bei Auktionen für außerordentliche Summen verkauft. Um wirklich zu verstehen, warum einem Werk ein bestimmter finanzieller Wert zugemessen wird, muss man Teil der Szene sein. In diesem Film wird untersucht, ob sich Kunst tatsächlich in Dollar messen lässt und welche Konsequenzen dieses Geschäft für die Künstler mit sich bringt.           (Quelle: Pressetext)

Alle drei KünstlerInnen sind als Akteure in der sehenswerten Dokumentation ´The Price of Everything` zu sehen.

https://www.arte.tv/de/videos/069861-000-A/der-kunstfluesterer/

Sehenswerte Dokumentation, die zwischen den Zeilen viel über die zeitgenössische Kunstproduktion und ihre Auswüchse verrät.

Hamburg Deichtorhallen

22. JUNI BIS 23. SEPTEMBER
HALLE FÜR AKTUELLE KUNST.

CHARLINE VON HEYL
SNAKE EYES

Charline von Heyl im Gespräch mit Fabrice Hergott (Direktor, Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris)
Freitag, 14. Septembe 2018, 19 Uhr
Foyer in der Halle für aktuelle Kunst

Charline von Heyl, Christopher Wool
Zufälle gibt`s…, CHARLINE VON HEYL ist seit 1997 mit CHRISTOPHER WOOL verheiratet, und der malt auch, und das sehr erfolgreich seit den frühen 1980er Jahren. Hier ein Beispiel.
 

ASGER JORN
WITHOUT BOUNDARIES

Parallel zur Charline von Heyl-Ausstellung findet eine Schau mit Werken von Asger Jorn statt.
„Jorn ist für Heyls Generation von Künstlern eine wichtige Inspirationsquelle und das Oeuvre beider Künstler weist formale Parallelen auf“, schreibt die Deichtorhalle auf ihrer Website. Auf die Idee muß man erst einmal kommen. Hier sind sie plötzlich die „formalen Parallelen“, die man bei von Heyl anscheinend sonst nirgendwo finden kann. Asger Jorn kann sich ja nicht mehr wehren, der gesunde Kunstverstand schon.
Unbedingt anschauen.

 
Wenn man nach einem Künstler sucht für den Asger Jorn und sicher auch Cy Twombly eine Inspirationsquelle darstellte, wird man wohl eher hier fündig.

SOUNDTRACK
https://soundcloud.com/schirn-kunsthalle/basquiat-boom-for-real-the-soundtrack
Während die Stars im Studio 54 mit Glit­zer und Glamour zu Disco Musik tanz­ten, feierte die Under­ground Szene Lower Manhat­tans im Mudd Club zu den Klän­gen von Punk, Post-Punk und New Wave. So auch Jean-Michel Basquiat, der selbst regel­mä­ßig im Mudd Club als DJ auflegte oder mit seiner Band Gray als Klari­net­tist auftrat. Der SCHIRN Sound­track fängt die Stim­mung dieser Zeit ein. Er reicht von Disco und Hip Hop über Punk, Post-Punk und Pop bis hin zu Jazz und New Wave – Musik, die Anfang der 1980er in New York gehört und auch produ­ziert wurde.

 

 

Zeichnungen von Auerbach und Freud im Städel

Ein nicht zu unterschätzender Aspekt. In den Zeichnungen der Künstler lassen sich sehr viel besser Motivation und Inspiration für ihre Malerei ablesen, als dass dies bei der bloßen Betrachtung der Malerei der Fall ist. Freud überrascht dabei weniger aber Auerbach eröffnet interessante neue Einblicke auf die Intention seiner Malerei. Spannend.

 

Frank Auerbach und Lucian Freud. Gesichter

Die Ausstellung im Städel beginnt mit zwei Selbstbildnissen der Künstler: einer Grafitzeichnung mit abstrahierenden, energisch bewegten Strichen von Frank Auerbach („Self-Portrait“, 2017) und einer Radierung mit konkret und nahezu malerisch beschreibenden Linien von Lucian Freud („Self-Portrait: Reflection“, 1996). Beiden Bildnissen ist eine ähnlich intensive psychische Aufladung eigen. Sie sind formal sowie in der kritischen und unsentimentalen Selbstreflexion typisch für das Œuvre beider Künstler. Vor allem Bildnisse entstanden ab den 1940er und 1950er Jahren in Auerbachs und Freuds Londoner Ateliers, zunächst in Öl, später auch in der Technik der Radierung. Die in der Ausstellung gezeigten Druckgrafiken umreißen dieses Schaffen ab den späten 1970er Jahren exemplarisch. Dennoch sind beide Künstler keine klassischen Porträtisten: Aufträge sind im Bereich der Druckgrafik selten, und repräsentative Bildnisse sucht man vergebens. Den britischen Politiker Lord Arnold Goodman zeigt Freud mit wirrem Haar im gelben Schlafanzug („Lord Goodman in His Yellow Pyjamas“, 1987). Auerbach und Freud geht es nicht um die öffentliche Person mit ihrer spezifischen Biografie, sondern um den Menschen in seiner physischen und psychischen Ganzheit, um seine Präsenz und seine Kreatürlichkeit. Deshalb zeigt Freud seine Modelle auch meist nackt und unverstellt. Gleichzeitig erklärt dies das Motiv des Schlafes oder des Einschlafens in Auerbachs und Freuds Schaffen: Denn je müder die Modelle werden, desto deutlicher kommt ihr wahres Gesicht zum Vorschein. Eine gegenseitige Vertrautheit von Künstler und Modell ist dennoch unentbehrlich. Auerbach und Freud wählten ihre Modelle daher stets aus einem sehr engen Personenkreis: Freud saßen immer wieder seine Kinder Modell. Seine Mutter porträtierte er ab den 1970er Jahren in über eintausend Sitzungen. Daneben entstanden Bildnisse von Personen, die den Künstler inspirierten, wie dem Performancekünstler Leigh Bowery („Large Head“, 1993 → EXTRAVAGANZA – Staging Leigh Bowery) oder der Arbeitsvermittlerin Sue Tilley („Woman with an Arm Tattoo“, 1996). Bei Auerbach verhält es sich ähnlich: Die Malerin Julia Wolstenholme sitzt für ihren Ehemann seit 1958 Modell („Julia“, 1981, 1998, 2001). Wiederholt porträtierte Auerbach zudem seinen Sohn Jake (1990, 2006), verschiedene Künstlerkollegen und Freunde.

Biografisches

Auerbach und Freud verbindet das tragische Schicksal, als Kinder jüdischer Familien in den 1930er-Jahren aus Deutschland geflüchtet beziehungsweise emigriert zu sein. Die britische Staatsbürgerschaft nahm Freud 1939, Auerbach 1947 an. Begegnet waren sie einander vermutlich erstmals 1956, in Auerbachs erster Ausstellung in London – ein Kunsterlebnis, das bei Freud großen Eindruck hinterließ. Überhaupt verband beide Künstler zunächst eine tiefe Wertschätzung für die Kunst des jeweils anderen. Freud bat gegen Ende des Werkprozesses nicht selten Auerbach um seine Meinung; sie arbeiteten auch für ihre Radierungen meist mit denselben Druckern zusammen, und sie porträtierten einander. Über Jahre baute Freud zudem eine der größten Privatsammlungen mit Werken Auerbachs auf. Nach seinem Tod wurde diese Sammlung dem britischen Staat gestiftet und auf verschiedene Museen verteilt. Zwei Zeichnungen daraus, heute im Fitzwilliam Museum in Cambridge, sind als Dokument dieses engen künstlerischen Austausches nun erstmals in Deutschland zu sehen. Auerbach wiederum schenkte neun seiner Radierungen von Freud 2012 dem Courtauld Institute in London; eine weitere Radierung, „Ib“ von 1982, die sich bis heute im Besitz Auerbachs befindet, wird ebenfalls in der Ausstellung gezeigt. Die Biografie beider Künstler wird dem Betrachter – zusammen mit den angewandten Drucktechniken – im letzten Raum der Ausstellung erschlossen.

(Quelle: Pressetext)

 

Ausstellung zu den Anfängen der Kunst von Richard Diebenkorn. Sehr anschaulich und nachzuvollziehbar geschildert, der Weg von der Abstraktion zur Figuration und wieder zurück. Die Ausstellung soll im Anschluss auch durch Europa touren!